{"id":118,"date":"2003-08-18T00:00:53","date_gmt":"2003-08-17T22:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/roetelbergranch.de\/?p=118"},"modified":"2019-08-14T16:38:30","modified_gmt":"2019-08-14T14:38:30","slug":"viertagesritt-nach-reuting-opf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roetelbergranch.de\/?p=118","title":{"rendered":"4-Tages-Ritt nach Reuting (Opf.)"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Erz\u00e4hlt und erlebt von Christine Holzenbecher<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da unser letztj\u00e4hriger Wanderritt in den Oberpf\u00e4lzer Wald riesigen Anklang fand, planten wir auch dieses Jahr wieder eine Tour zu Bianca und Franz, die unseren Besuch auch immer gleich zum Anlass f\u00fcr ein gro\u00dfes Fest mit s\u00e4mtlichen Reiterfreunden und \u2013Bekannten nutzen. Unser erstes Quartier sollte, im Gegensatz zum letzen Jahr, bequeme Schlafm\u00f6glichkeiten bieten, so dass wir erst ab Kapfelberg starteten, um innerhalb einer Tagesetappe unsere Unterkunft zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erster Tag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag begann f\u00fcr mich bereits um 4.00 Uhr morgens, denn wie immer musste ich mir die letzten Reisevorbereitungen bis zum Schluss aufheben&#8230;<br>Unsere Gruppe bestand aus 8 M\u00e4dels und ebenso vielen Pferden. Zum Gl\u00fcck konnte ich meinen Vater dazu \u00fcberreden, f\u00fcr uns wieder Pferdetaxi zu spielen, so dass wir dann letztendlich doch nur 2 Touren zu fahren hatten. An unserem Ausgangspunkt bei Petra in Kapfelberg wurden wir bereits erwartet und das Wichtigste, n\u00e4mlich Kaffee, stand kurz darauf auf der Gartenmauer. Und, wie immer bei solchen Aktionen, musste dann auch noch jede Reiterin schnell auf die Toilette, die wir gl\u00fccklicherweise ebenfalls bei Petra benutzen durften. Endlich, brachen wir gegen 10.00 Uhr auf, nachdem erste Fotos geschossen wurden und wir s\u00e4mtliche Utensilien in den mitgef\u00fchrten Packtaschen bzw. hinter den S\u00e4tteln verstaut hatten. Nach ungef\u00e4hr einer halben Stunde auf Feld- und Wiesenwegen kamen wir endlich in den Wald, denn von der Hitze wurden auch wir nicht verschont. Wir ritten an Saxberg vorbei in Richtung Alling, das wir nach ca. 8 km erreichten. Dort \u00fcberquerten wir die Schwarze Laaber. Um auf der anderen Seite den Wald zu erreichen, ritten wir ein St\u00fcck an einem Radweg entlang, den auch noch ein Reitverbotschild zierte. Aber da wir die Stoppelfelder neben dem Weg nutzten, interessierte uns das Reitverbot herzlich wenig. Im Wald schraubte sich der Weg in Serpentinen hoch, so dass unsere Pferde, die hervorragend liefen, doch etwas ins Schwitzen kamen. Wir streiften Eiselsbrunn, wo wir eine Autobahn \u00fcberquerten (Anm.d. Hausmeisters: Nat\u00fcrlich \u00fcber eine Br\u00fccke), um danach wieder in schattigen Wald einzutauchen.&nbsp;<br>Unser Weg f\u00fchrte uns an einem Wildgehege vorbei, was unsere Pferde aber nicht aus der Ruhe brachte. Kurz danach erreichten wir die Bahnlinie, die wir kreuzen mussten. Die Bahnunterf\u00fchrung mitten im Wald sah sehr nostalgisch aus. Mit gro\u00dfen Natursteinbl\u00f6cken aufgemauert und von Efeu umrankt. Zum Gl\u00fcck kam gerade kein Zug, der dieses idyllische Bild h\u00e4tte st\u00f6ren k\u00f6nnen.&nbsp;<br>500 Meter sp\u00e4ter, standen wir bereits am Ufer der Naab. Hier gab es auch Stellen, an denen die Pferde h\u00e4tten trinken k\u00f6nnen, aber anscheinend waren sie nicht durstig. Wir ritten ungef\u00e4hr einen Kilometer am Ufer entlang, bis wir Mariaort erreichten. Hier wollten wir auf einer Holzbr\u00fccke die Naab \u00fcberqueren. Jedoch war der Anfang zur Br\u00fccke mit 2 nagelneuen labyrinthartig angeordneten Schranken versperrt. Es sah etwas kompliziert aus, aber wir mussten \u00fcber die Naab. Bis zur n\u00e4chsten Br\u00fccke zu reiten, h\u00e4tte uns das einen Zeitverlust von mindestens zwei Stunden eingebracht! Au\u00dferdem w\u00e4re diese Br\u00fccke in Regensburg mit den Pferden wohl doch nicht so toll.&nbsp;<br>Also bugsierten wir zu zweit jedes Pferd um die Schranken, was doch ganz sch\u00f6n Zeit und Nerven kostete, denn zwischendurch kamen ja auch immer wieder Radfahrer auf die Br\u00fccke, die sich dann zwischen den wartenden Pferden durchschl\u00e4ngelten. Wie schon vermutet, wiederholte sich die gleiche Aktion am anderen Ende der Br\u00fccke. Aber wir hatten ja bereits \u00dcbung, so dass wir diesmal wesentlich schneller waren. Endlich waren alle dr\u00fcben. Wir sammelten uns am Wegrand, um wieder auf die Pferde zu steigen und unseren Ritt fortzusetzen&#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dunkle Wolken tauchen auf:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzlich stand ein Mann vor uns, der die &#8218;verantwortliche Person&#8216; sprechen wollte. Nat\u00fcrlich deuteten alle sogleich auf mich. Mir schwante nichts Gutes. Im ersten Moment vermutete ich, er sei der Besitzer der Wiese an deren Rand wir standen und die Pferde grasen lie\u00dfen. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Es w\u00e4re verboten mit Pferden \u00fcber die Br\u00fccke zu reiten. Mein Argument, wir h\u00e4tten die Pferde gef\u00fchrt und gelten somit als Fu\u00dfg\u00e4nger, lie\u00df er nicht zu! (Anm. d. Hausmeisters)<br>Wir diskutierten noch etwas hin und her, wobei er aber ruhig und sachlich blieb, was mich sehr verwunderte, ist man doch das normalerweise anders gew\u00f6hnt. Wir ritten Ausl\u00e4ufer der Winzerer H\u00f6hen hoch und hatten eine wunderbare Aussicht auf Regensburg und den Dom. Selbstverst\u00e4ndlich wurde hier auch wieder flei\u00dfig fotografiert (Anm: Die brauch ich, Christine! Du wei\u00dft doch: pix, pix, pix!).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ca. einer haben Stunde erreichten wir Adlersberg, wo wir in einem Biergarten Station machten. Wir sattelten ab und lie\u00dfen sie im Hinterhofgarten fressen. Unsere Pferde wurden von uns mit Wasser versorgt, was sie sichtlich genossen und wir gingen dann abwechselnd in die Wirtschaft, wo man uns dann mit dem oberpf\u00e4lzer Dialekt arg auf die Probe stellte. Denn keiner von uns verstand auf Anhieb dass mit &#8218;Lebakaas umm Aah&#8216; Leberk\u00e4se mit Spiegelei gemeint war. Aber es schmeckte trotzdem.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Weg f\u00fchrte uns weiter durch Pielenhofen, danach \u00fcber sehr staubige Feldwege. Wir waren froh als wir endlich wieder im Wald reiten durften. Das Gel\u00e4nde war auch nicht mehr so steinig, weshalb wir flott weiter kamen. Nach einiger Zeit stie\u00dfen wir auf die Kreuzung mitten im Wald, an der wir Michaela letztes Jahr nach Michaelas Sturz in ein Auto packen und zur n\u00e4chsten \u00dcbernachtungsstation fahren lie\u00dfen. Nur den &#8218;Corny-M\u00fcsli-Riegel&#8216;, den sie damals verschm\u00e4hte, den fanden wir nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach insgesamt fast 40 km erreichten wir Neuried, einen kleinen Weiler mitten im Wald. Hier befindet sich auch die &#8218;Little-Lake-Farm&#8216; der Familie Birk, wo wir unser Nachtlager aufschlugen. Der Empfang war klasse!! Es standen schon Getr\u00e4nke f\u00fcr uns Reiter und Wasser f\u00fcr die Pferde bereit. Wir konnten unsere verschwitzten Tiere abwaschen, was ihnen auch sichtlich gefiel. Nachdem sie sich alle ausgiebig auf der Koppel gew\u00e4lzt hatten, gaben wir ihnen Heu und nach einer Weile auch Kraftfutter.&nbsp;<br>Zwischenzeitlich war auch unser Abendessen fertig. Es gab deftigen J\u00e4gertopf mit Nudeln und vielen leckeren Salaten. Anschlie\u00dfend auch noch Apfelkuchen. Einfach k\u00f6stlich!&nbsp;<br>Nach einer erfrischenden Dusche gingen wir alle in unsere Zimmer, wo wir zu siebt n\u00e4chtigten. Nach solch einem Tag schlief auch jede von uns sehr schnell ein!<\/p>\n\n\n\n<p>Morgens sahen wir trotz der Strapazen vom Vortag doch alle wieder sehr erholt aus. Die Sonne lachte bereits vom Himmel und es versprach wieder ein sehr hei\u00dfer Tag zu werden. Nachdem die Pferde gef\u00fcttert waren, setzten wir uns an den reichlich gedeckten Fr\u00fchst\u00fcckstisch, von dem man meinen konnte, er b\u00f6ge sich schon unter seiner Last durch. Wir konnten gar nicht alles essen und so satt und voll wie wir waren, kamen wir auch nur langsam in die G\u00e4nge.&nbsp;<br>Es war schon fast Mittag, als wir endlich aufbrachen. Die Strecke verlief haupts\u00e4chlich im Wald, so dass wir wenigstens nicht so schwitzen mussten. Nach ungef\u00e4hr einer Stunde sahen wir bereits Kallm\u00fcnz vor uns, die Naab und \u00fcber dem Ganzen trohnte die Burgruine, welche wir uns f\u00fcr diesen Tag noch vorgenommen hatten.&nbsp;<br>Der Weg schl\u00e4ngelte sich langsam den Berg hinab, bis zu den ersten H\u00e4usern von Kallm\u00fcnz. Wir fanden auch die Naabbr\u00fccke, aus Natursteinen gemauert, die uns in die romantische Altstadt f\u00fchrte. Zu unserer Freude entdeckten wir dort eine Eisdiele, an der wir nat\u00fcrlich nicht vorbeireiten konnten&#8230;&nbsp;<br>&#8230;in einer Hand die Eist\u00fcte, in der anderen die Z\u00fcgel, marschierten wir durch die kleinen verwinkelten Gassen, danach die Hauptstrasse entlang, bis zu dem Feldweg, der zur Ruine hochf\u00fchrte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufstieg war enorm, die Hitze unertr\u00e4glich. Wir f\u00fchrten die Pferde und waren schwei\u00dfgebadet, als wir endlich das alte Gem\u00e4uer erreichten. Innerhalb der Ruine verbrachten einige Familien ihren Feiertagsausflug. F\u00fcr deren Kinder waren wir mit unseren Pferden eine willkommene Erg\u00e4nzung zu ihrem Ritterdasein. Wir machten eine kurze Mittagsrast, wobei wir unsere Butterkekse knabberten und unsere leider bereits warmen Getr\u00e4nke schl\u00fcrften. Aber wir wollten relativ flott wieder weiter, denn unsere Pferde hatten sicherlich auch Durst und die n\u00e4chste Ortschaft war noch einige Kilometer entfernt. Wir ritten parallel zur Vils, jedoch leider nicht im Tal, dort befindet sich nur eine stark befahrene Stra\u00dfe, sondern in den h\u00fcgeligen Ausl\u00e4ufern des Oberpf\u00e4lzer Waldes. Der Weg f\u00fchrte uns st\u00e4ndig bergauf und bergab, bis wir endlich Dietldorf erreichten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Vermutung war richtig, das Dorf hatte ein Gasthaus!! Wir kauften k\u00fchle Getr\u00e4nke und bekamen dort auch Wasser f\u00fcr die Pferde. Nach ca. 10 Eimern Wasser, die, wie immer, ich aus dem Schweinestall schleppte, sa\u00dfen wir auf, um die letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Die Strecke f\u00fchrte uns durch kleine W\u00e4lder, an einzelnen Bauernh\u00f6fen vorbei, zwischen Wiesen und Feldern hindurch, bis wir von einem H\u00fcgel aus bereits Pilsheim ersp\u00e4hen konnten: Unser Etappenziel!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Von weitem sahen wir bereits Pferdekoppeln, so dass es nicht schwierig war, unser Quartier zu finden. Wir wurden auch schon von Frau Butz und ihrer Tochter Silvia erwartet, die uns gleich alles notwendige f\u00fcr die Pferde zeigte. Zu meiner Freude waren Silvia (Anm.: Die hei\u00dft ebenfalls Silvia) und ihr italienischer Freund Andrea bereits eingetroffen, da sie eine kleine Reportage \u00fcbers Wanderreiten in der Oberpfalz schreiben wollte und daf\u00fcr noch Pferde- und Reiterfotos ben\u00f6tigte.&nbsp;<br>Silvia, wohnhaft in Mailand, geb\u00fcrtige Weidenerin, lernten wir ca. 2 Wochen vor diesem Wanderritt w\u00e4hrend unseres Italienaufenthalts kennen. Sie und Andrea waren ebenfalls auf dem Hof, von dem wir Savana kauften, einquartiert und besuchten mit uns die Bardigiano-Messe in Bardi. Silvia hatte noch die kleine Tochter einer Freundin dabei, die sie hier in Deutschland besuchte. Nat\u00fcrlich durfte das M\u00e4dchen auf Nikolas ein wenig reiten, w\u00e4hrend die anderen ihre Pferde versorgten. Anschlie\u00dfend bekam auch Nikolas noch seine Pflege um anschlie\u00dfend alle Pferde gemeinsam auf die Koppel zu f\u00fchren.&nbsp;<br>Ganz klar, auch hier musste man sich erst einmal ausgiebig w\u00e4lzen. Was f\u00fcr eine Wohltat!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweiter Tag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Morgens sahen wir trotz der Strapazen vom Vortag doch alle wieder sehr erholt aus. Die Sonne lachte bereits vom Himmel und es versprach wieder ein sehr hei\u00dfer Tag zu werden. Nachdem die Pferde gef\u00fcttert waren, setzten wir uns an den reichlich gedeckten Fr\u00fchst\u00fcckstisch, von dem man meinen konnte, er b\u00f6ge sich schon unter seiner Last durch. Wir konnten gar nicht alles essen und so satt und voll wie wir waren, kamen wir auch nur langsam in die G\u00e4nge.&nbsp;<br>Es war schon fast Mittag, als wir endlich aufbrachen. Die Strecke verlief haupts\u00e4chlich im Wald, so dass wir wenigstens nicht so schwitzen mussten. Nach ungef\u00e4hr einer Stunde sahen wir bereits Kallm\u00fcnz vor uns, die Naab und \u00fcber dem Ganzen trohnte die Burgruine, welche wir uns f\u00fcr diesen Tag noch vorgenommen hatten.&nbsp;<br>Der Weg schl\u00e4ngelte sich langsam den Berg hinab, bis zu den ersten H\u00e4usern von Kallm\u00fcnz. Wir fanden auch die Naabbr\u00fccke, aus Natursteinen gemauert, die uns in die romantische Altstadt f\u00fchrte. Zu unserer Freude entdeckten wir dort eine Eisdiele, an der wir nat\u00fcrlich nicht vorbeireiten konnten&#8230;&nbsp;<br>&#8230;in einer Hand die Eist\u00fcte, in der anderen die Z\u00fcgel, marschierten wir durch die kleinen verwinkelten Gassen, danach die Hauptstrasse entlang, bis zu dem Feldweg, der zur Ruine hochf\u00fchrte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufstieg war enorm, die Hitze unertr\u00e4glich. Wir f\u00fchrten die Pferde und waren schwei\u00dfgebadet, als wir endlich das alte Gem\u00e4uer erreichten. Innerhalb der Ruine verbrachten einige Familien ihren Feiertagsausflug. F\u00fcr deren Kinder waren wir mit unseren Pferden eine willkommene Erg\u00e4nzung zu ihrem Ritterdasein. Wir machten eine kurze Mittagsrast, wobei wir unsere Butterkekse knabberten und unsere leider bereits warmen Getr\u00e4nke schl\u00fcrften. Aber wir wollten relativ flott wieder weiter, denn unsere Pferde hatten sicherlich auch Durst und die n\u00e4chste Ortschaft war noch einige Kilometer entfernt. Wir ritten parallel zur Vils, jedoch leider nicht im Tal, dort befindet sich nur eine stark befahrene Stra\u00dfe, sondern in den h\u00fcgeligen Ausl\u00e4ufern des Oberpf\u00e4lzer Waldes. Der Weg f\u00fchrte uns st\u00e4ndig bergauf und bergab, bis wir endlich Dietldorf erreichten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Vermutung war richtig, das Dorf hatte ein Gasthaus!! Wir kauften k\u00fchle Getr\u00e4nke und bekamen dort auch Wasser f\u00fcr die Pferde. Nach ca. 10 Eimern Wasser, die, wie immer, ich aus dem Schweinestall schleppte, sa\u00dfen wir auf, um die letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Die Strecke f\u00fchrte uns durch kleine W\u00e4lder, an einzelnen Bauernh\u00f6fen vorbei, zwischen Wiesen und Feldern hindurch, bis wir von einem H\u00fcgel aus bereits Pilsheim ersp\u00e4hen konnten: Unser Etappenziel!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Von weitem sahen wir bereits Pferdekoppeln, so dass es nicht schwierig war, unser Quartier zu finden. Wir wurden auch schon von Frau Butz und ihrer Tochter Silvia erwartet, die uns gleich alles notwendige f\u00fcr die Pferde zeigte. Zu meiner Freude waren Silvia (Anm.: Die hei\u00dft ebenfalls Silvia) und ihr italienischer Freund Andrea bereits eingetroffen, da sie eine kleine Reportage \u00fcbers Wanderreiten in der Oberpfalz schreiben wollte und daf\u00fcr noch Pferde- und Reiterfotos ben\u00f6tigte.&nbsp;<br>Silvia, wohnhaft in Mailand, geb\u00fcrtige Weidenerin, lernten wir ca. 2 Wochen vor diesem Wanderritt w\u00e4hrend unseres Italienaufenthalts kennen. Sie und Andrea waren ebenfalls auf dem Hof, von dem wir Savana kauften, einquartiert und besuchten mit uns die Bardigiano-Messe in Bardi. Silvia hatte noch die kleine Tochter einer Freundin dabei, die sie hier in Deutschland besuchte. Nat\u00fcrlich durfte das M\u00e4dchen auf Nikolas ein wenig reiten, w\u00e4hrend die anderen ihre Pferde versorgten. Anschlie\u00dfend bekam auch Nikolas noch seine Pflege um anschlie\u00dfend alle Pferde gemeinsam auf die Koppel zu f\u00fchren.&nbsp;<br>Ganz klar, auch hier musste man sich erst einmal ausgiebig w\u00e4lzen. Was f\u00fcr eine Wohltat!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer wahnsinnig \u00fcppigen Abendmahlzeit (Kn\u00f6del, Braten, Salate&#8230;&#8230;) war ich eigentlich reif f\u00fcrs Bett. Aber die anderen hatten noch unheimliche Energien, (kein Wunder: Michaela z.B. verdr\u00fcckte 3 Kn\u00f6del und 6 Scheiben Fleisch!) so dass Lisa, Antonia, Ivonne und Micha unbedingt noch in den Pool unserer Hausherrin springen mussten. Anscheinend war es ihnen nicht zu kalt, denn das Gel\u00e4chter und Geplantsche dauerte noch eine ganze Weile. Inzwischen trafen auch Bianca, Franz und deren Freunde Iris und Markus mit ihren Pferden Pretty und Nico ein. Bianca und Iris wollten uns am n\u00e4chsten Tag begleiten.&nbsp;<br>Zwischenzeitlich bezog ich unsere Unterkunft und stellte mich unter die Dusche, wie sch\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6n!! Nach und nach trudelten alle ein. Wir schliefen zu f\u00fcnft in einem gem\u00fctlichen Apartment, mit Blick auf die Pferdekoppel. Der Rest hatte jeweils Doppelzimmer. Eine sehr sch\u00fcchterne Katze befand sich auch in unseren R\u00e4umen. Sie lie\u00df sich jedoch nicht so richtig blicken, sondern flitzte nur durch die Wohnung, um sich st\u00e4ndig unter irgendwelchen Betten zu verstecken. Allerdings wachte ich mal irgendwann in der Nacht auf, da sie sich auf meine F\u00fc\u00dfe legte und schlief.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dritter Tag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wachte bereits um 5.00 Uhr auf, drehte mich aber noch mal um, da es mir f\u00fcr&#8217;s F\u00fcttern noch zu fr\u00fch erschien. Als ich jedoch um 7.00 Uhr aufstand, hatte Bianca schon s\u00e4mtliche Pferde gef\u00fcttert. Ich weckte auch die anderen auf, damit noch jeder p\u00fcnktlich zum Fr\u00fchst\u00fcck kam, denn zur Morgentoilette mussten wir vorm Bad anstehen.&nbsp;<br>Das Fr\u00fchst\u00fcck lie\u00df keine W\u00fcnsche offen, ich glaube keiner h\u00e4tte danach noch &#8218;papp&#8216; sagen k\u00f6nnen, so haben wir gefuttert. Ich bl\u00e4ute jedem noch mal ein, seine Sachen zu packen und alles zu kontrollieren, denn unser Gep\u00e4ck wurde schon sehr bald abgeholt&#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Pferde holen, satteln, sich verabschieden und los ging\u2019s! Wir ritten an einer Kiesgrube vorbei in den Wald hinein, der sehr sch\u00f6ne Wege bot. Die Strecke f\u00fchrte zur Naab, die wir bei Zielheim \u00fcberquerten. <\/p>\n\n\n\n<p>Durch diesen Ort ritten wir hindurch, wobei wir p\u00fcnktlich zu einer Hochzeit an der hiesigen Kirche vorbeikamen. Gerade in dem Moment verlie\u00df n\u00e4mlich das Brautpaar die Kirche und es sah so aus, als wollten wir Spalier stehen. Wie peinlich!!&nbsp;<br>Wir ritten schleunigst weiter zur\u00fcck zur Naab, um dieser flussabw\u00e4rts zu folgen. Hier verlief ein wunderbarer Weg, so dass wir die Pferde etwas laufen lassen konnten. Markus und Franz kamen uns mit dem Jeep entgegen und brachten Getr\u00e4nke und Apfelkuchen zur St\u00e4rkung. Da sagten wir nat\u00fcrlich nicht nein! Wir ritten weiter in Richtung Katzdorf um dann bei der Glash\u00fctte Loisnitz die Autobahn zu \u00fcberqueren.&nbsp;<br>Nach ca. \u00bd Std. erreichten wir unser Ziel, Reuting. Dort wurden wir herzlich empfangen, mit dem obligatorischen, leckeren Wurstsalat, Kaffee, Kuchen und dem anschlie\u00dfenden B\u00e4rwurz, der mich gleich mal weg&#8217;beamte&#8217;&#8230;&nbsp;<br>Abends war ich aber wieder fit zum Feiern. Es trafen nach und nach s\u00e4mtliche Freunde und Bekannte von Bianca und Franz ein. Das Stimmungsbarometer stieg und dem Gittaristen rissen aufgrund seines unerm\u00fcdlichen Einsatzes 2 Saiten. Aber er lie\u00df sich nicht beirren und spielte weiter bis in die fr\u00fchen Morgenstunden. So gegen 2 Uhr ging ich jedoch in mein &#8218;Schlafgemach&#8216; (\u00e4u\u00dferst bequeme Matratze in einer leeren Pferdebox.) Ich schlief wie ein Murmeltier und bemerkte nicht mal, wie und wann die Anderen in ihre Schlafs\u00e4cke gekrochen sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vierter Tag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Feier am Abend zuvor hinterlie\u00df ihre Spuren: Ich wollte meine Matratze gar nicht los lassen und im Schlafsack war es verdammt kuschelig. Ivonne und Robert kamen auch nicht so recht aus ihrem Heubett. Auch alle anderen waren etwas bleich um die Nase und hatten ziemliche Ringe unter den Augen. Als ich die Pferde f\u00fcttern wollte, stie\u00df ich auf weitere Opfer: Irgendeine vermummte Gestalt lag im Schlafsack vor den Rundballen Heu, so dass ich mich wieder leise zur\u00fcckzog, um das schnarchende Etwas nicht zu wecken. Als ich in die vermeintlich leere Pferdebox zu unserem Gep\u00e4ck ging, traf ich auf Bianca und Franz. Beide lagen eng umschlungen auf einer weiteren Matratze. Mindestens einer der beiden hatte eine gewaltige Fahne und schnarchte leise vor sich hin. Zum Gl\u00fcck schliefen beide fest, denn das w\u00e4r mir sonst doch etwas peinlich gewesen&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>Ich ging nach drau\u00dfen, wo bereits flei\u00dfige Helfer das Fr\u00fchst\u00fcck zubereiteten. Markus machte, wie letztes Jahr auch, wieder seine ber\u00fchmten Spiegeleier und Omeletts \u00fcber dem Lagerfeuer, lecker!! Nach und nach tauchten alle auf und wir k\u00e4mpften mit den Wespen um unser opulentes Fr\u00fchst\u00fcck&#8230;&nbsp;<br>Klaus hatte inzwischen die Pferde schon gef\u00fcttert, so dass wir langsam daran gingen unsere Tiere zu putzen und zu satteln. So wie sie aussahen, hatten sie auch nicht allzu viel geschlafen. Kein Wunder, bei der Party nebenan! Bianca und Franz hatten sich wieder einen wundersch\u00f6nen Ritt f\u00fcr uns ausgedacht. Auch Klaus und Kerstin ritten dieses mal mit.&nbsp;<br>Obwohl wir zu elft waren und die Pferde sich nicht unbedingt alle kannten, verlief unser Ausflug absolut diszipliniert und ohne Probleme. Wir ritten an Fisch-Weihern vorbei, wobei an dem einen oder anderen ebenfalls gefeiert wurde, und blieben dann auf breiten Waldwegen um zum Regen zu gelangen. Entlang des Flusses, ritten wir bis nach Marienthal. Da gibt es auch eine F\u00e4hre, wir jedoch \u00fcberequerten den Regen ein St\u00fcckchen weiter auf einer laut klappernden Holzbr\u00fccke. Kleine, verschlafene D\u00f6rfer wurden durchritten bis wir uns wieder in Richtung Ufer wandten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kam der spannende Moment, auf dem wir schon seit Rittbeginn hinfieberten:&nbsp;<br>Die Durchquerung des Flusses auf den Pferder\u00fccken. Geht jedes Pferd sofort ins Wasser? Wie tief wird es wohl sein? L\u00e4uft&#8217;s uns in die Schuhe? M\u00fcssen Savana und Lisa schon schwimmen? Was ist mit der Str\u00f6mung? Aber unsere Bef\u00fcrchtungen waren unbegr\u00fcndet. Franz hat diesen Streckenabschnitt wieder einmal mit Sorgfalt ausgew\u00e4hlt. So f\u00fchrte ein breiter Sandweg ins Wasser, das am Rande sehr seicht war und nur langsam tiefer wurde. Ohne zu z\u00f6gern schritten alle 11 Pferde im G\u00e4nsemarsch ins k\u00fchle Nass. Ganz allm\u00e4hlich stieg der Wasserpegel, so dass ich meine F\u00fc\u00dfe doch etwas hochheben musste um nicht nass zu werden. Den Pferden gefiel es. Sie tauchten die Nasen unter oder planschten mit den Vorderbeinen, so dass es nach allen Seiten spritzte. Es war herrlich! Am anderen Ufer angelangt, ritten wir noch ein St\u00fcck flussaufw\u00e4rts im Wasser, um die g\u00fcnstigste Ausstiegsstelle zu erreichen. Die Pferde trabten an, das Wasser spritzte, alles lachte und kreischte, es war ein Heidenspa\u00df! Wir hatten nur noch ein kurzes St\u00fcck zu unserer Mittagsstation, also lie\u00dfen wir unsere Pferde Schritt gehen, denn Wassertreten ist anstrengend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting20038-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-121\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting20038-1.jpg 800w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting20038-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting20038-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Wirtsleute in Neudorf erwarteten uns bereits und hatten alles bereitgestellt: gen\u00fcgend Anbindm\u00f6glichkeiten und Wassereimer f\u00fcr die Pferde, welche diese dankend annahmen. Wir setzten uns auf die Terrasse und verspeisten riesige Schnitzel mit Pommes und Salat. (Ein Dank der hervorragenden K\u00fcche, sehr zu empfehlen!) Nur bei Bianca blieb der Appetit etwas aus, aber nach dieser Nacht auch kein Wunder&#8230;.<br>Frisch gest\u00e4rkt brachen wir zum Heimritt auf. \u00dcber wunderbar zu reitende Feld- und Waldwege f\u00fchrte uns die landschaftlich sehr reizvolle Strecke zur\u00fcck nach Reuting. Wir sattelten ab, versorgten unsere verschwitzten Vierbeiner und fingen langsam an, unser Gep\u00e4ck zu sortieren, bzw. einzusammeln, denn unsere \u201ePferdetaxis\u201c trudelten auch nach und nach schon ein. Das Verladen war mittlerweile kein Problem mehr, so dass der Abschied ziemlich bald nahte. Es hat uns bei Bianca und Franz wiedereinmal wunderbar gefallen und wir beschlossen einstimmig:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch n\u00e4chstes Jahr lassen wir euch nicht in Ruhe, wir kommen wieder!!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting200310.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-122\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting200310.jpg 800w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting200310-300x225.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/reuting200310-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erz\u00e4hlt und erlebt von Christine Holzenbecher Da unser letztj\u00e4hriger Wanderritt in den Oberpf\u00e4lzer Wald riesigen Anklang fand, planten wir auch dieses Jahr wieder eine Tour zu Bianca und Franz, die unseren Besuch auch immer gleich zum Anlass f\u00fcr ein gro\u00dfes Fest mit s\u00e4mtlichen Reiterfreunden und \u2013Bekannten nutzen. Unser erstes Quartier sollte, im Gegensatz zum letzen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/?p=118\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e4-Tages-Ritt nach Reuting (Opf.)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mehrtagesritte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118\/revisions\/133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}