{"id":224,"date":"2003-05-25T01:10:43","date_gmt":"2003-05-24T23:10:43","guid":{"rendered":"http:\/\/roetelbergranch.de\/?p=224"},"modified":"2019-08-15T01:42:54","modified_gmt":"2019-08-14T23:42:54","slug":"vogesenrundritt-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roetelbergranch.de\/?p=224","title":{"rendered":"Vogesenrundritt 2003"},"content":{"rendered":"\n<p><em>(erlebt und beschrieben von\u00a0Dietmar Holzenbecher)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt Tr\u00e4ume. Es gibt Tr\u00e4ume, die man sich nie erf\u00fcllen kann&#8230;<br>&#8230;und es gibt Tr\u00e4ume, die man sich erf\u00fcllt!\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber Tr\u00e4ume, die man sich erf\u00fcllt und letztendlich alles bisher dagewesene \u00fcbertreffen, sind selten. Dieser Bericht handelt von einem dieser un\u00fcbertrefflichen Tr\u00e4ume.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie alles begann&#8230;.<\/strong> (Circuit de Cigognes)<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Eurocheval 2002 waren wir (Christine\u00a0und\u00a0Dietmar) auf einen Messestand der franz\u00f6sischen Organisation &#8218;Tourisme Equostre&#8216; gesto\u00dfen. Mit viel Geduld und allen Reserven unserer Sprachkenntnisse erfuhren wir genaueres \u00fcber die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des Wanderreitens in Frankreich. Unter anderem viel uns eine kleine Brosch\u00fcre auf, die einen Wanderritt rund um die els\u00e4ssische Stadt Colmar beschrieb. Noch auf der Heimfahrt im Bus beschlossen Christine und ich uns diesen lang gehegten Traum zu erf\u00fcllen. Wie immer dauerte es nat\u00fcrlich wieder einmal sehr lange (die Brosch\u00fcre lag wieder einmal wochenlang auf unserem K\u00fcchentisch&#8230;.), bis wir in die G\u00e4nge kamen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst schienen un\u00fcberwindbare Hindernisse den Ritt zu vereiteln:\u00a0<br>So war zum einem die Kommunikation (bayrisch \u2013 franz\u00f6sisch) mehr als schwierig. Wenn man aber gute Freunde hat, (nochmals vielen Dank an Claudine und Peter) l\u00f6sen sich solche Probleme doch noch.\u00a0<br>Zum zweiten war mir klar, dass ein solcher Ritt ohne Navigationssystem f\u00fcr mich nicht in Frage kam. Es stellte sich jedoch heraus (wir sind lernf\u00e4hig), dass alle Karten, CD Roms und Programme f\u00fcr unsere Zwecke zu besorgen waren. Gl\u00fcck gehabt!!!<br>Aus vielerlei Gr\u00fcnden war es jedoch (im Vereinten Europa) sehr schwer diese Sachen nach Deutschland zu bringen. Als dies dann doch noch gelang, streikte unser PC auch noch! Wieder einmal sind gute Freunde n\u00f6tig! Danke nochmals an\u00a0Claus und Andrea, die seit nun ca. einem Jahr zum &#8218;harten Kern&#8216; der R\u00f6telberg-Ranch geh\u00f6ren. Also, kurzum, wieder einmal original R\u00f6telberg-Atmosph\u00e4re.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"689\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/scannen0001-689x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-225\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/scannen0001-689x1024.jpg 689w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/scannen0001-202x300.jpg 202w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/scannen0001-768x1142.jpg 768w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/scannen0001.jpg 810w\" sizes=\"auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Anfahrt\u00a0(Troubles und menschliches&#8230;)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle stehen absolut unter Strom&#8230; &#8230;die Abfahrt war f\u00fcr Donnerstag morgens geplant, Rittbeginn Freitag morgens!.&nbsp;<br>UPS (der Hausmeister: Ich hasse Anglizismen, zu deutsch hie\u00dfe es: Hoppala! ), der Zusteller unserer Software-Programme und Daten aus Frankreich avisierte jedoch den Eintreffzeitpunkt des Pakets auf Donnerstag morgens zwischen 10.00 und 12.00 Uhr&#8230;.&nbsp;<strong>Str\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4ss&#8230;<br><\/strong>&#8230;das Paket kam&#8230; der PC spann&#8230; Dietmar drehte&#8230;(Anm.: durch?), Christine programmierte&#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Donnerstag Abend, 22.00 Uhr: Christine gibt o.k.\u00a0<strong>Alles im Kasten!<\/strong><br>Alles? Das sollte sich sp\u00e4ter herausstellen&#8230;\u00a0<br>Christine, die ihre Touren mehr als sorgf\u00e4ltig plant und ausf\u00fchrt, hatte f\u00fcr jeden Tourenabschnitt auch noch Referenzkarten angefertigt&#8230;.\u00a0<br>Also, kurzum: Mitternacht gings los ! <\/p>\n\n\n\n<p><em>(Der Hausmeister: Zeit ist relativ, sagte auch schon Einstein&#8230;)\u00a0<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"845\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/unserwegnachfrankreich-1024x845.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-226\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/unserwegnachfrankreich-1024x845.jpg 1024w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/unserwegnachfrankreich-300x248.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/unserwegnachfrankreich-768x634.jpg 768w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/unserwegnachfrankreich.jpg 1204w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Pferde, Eckos und Nikolas, altgediente K\u00e4mpen, gingen wie immer absolut brav in den H\u00e4nger. Die Fahrt war des Nachts vielleicht sogar besser, zumndest f\u00fcr die Pferde: Die Stra\u00dfen waren frei und die Temperaturen in Ordnung. So fuhren wir also die Nacht durch nach Frankreich. Z\u00fcgig ging es \u00fcber Ulm, Donaueschingen und Freiburg nach Breisach zur Grenze, die wir morgens um 6.00 Uhr erreichten. Problemlos erreichten wir um 7.00 Uhr die erste Station Rouflach. Dort wurden wir von Bernard und seiner Frau Marie Claire begr\u00fc\u00dft (&#8230;.und stellt euch vor, Bernard sprach deutsch!!!).&nbsp;<br>Die beiden waren uns auf Anhieb sehr sympathisch. Wir k\u00fcmmerten wir uns sofort um die Pferde. Sie hatten die 7-st\u00fcndige Fahrt sehr gut \u00fcberstanden. Bernard hatte schon 2 saubere, helle Boxen bereit, ausgestattet mit gutem Heu und frischem Wasser. Sofort begannen Eckos und Nikolas zu fressen und zu saufen. Ein gutes Zeichen.&nbsp;<br>Sodann wurden wir zum Fr\u00fchst\u00fcck geladen. Was f\u00fcr uns (Anfangs) etwas neues war: Der Kaffee wurde aus gro\u00dfen Schalen, vergleichbar mit unseren M\u00fcslischalen getrunken (der Hausmeister: Da kann man ja ne ganze Semmel drin eintauchen&#8230;). Das Fr\u00fchst\u00fcck war nach der langen Nacht eine absolute Wohltat. Bernard sah mir an, dass ich todm\u00fcde war und fragte mich ob ich noch ein, zwei Stunden schlafen wolle? Dankend nahm ich seinen Vorschlag an, und bekam ein G\u00e4stezimmer. In der Zwischenzeit packte Christine alles n\u00f6tige f\u00fcr unseren Ritt aus dem Auto und machte alles, bis auf die Pferde und mich, abrittbereit.&nbsp;<br>Wir hatten Ausr\u00fcstung f\u00fcr 9 Tage am Pferd! (Dank an den genialen&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.r-o-c.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stefan Wanek<\/a>). Nach ca. 2 Std. kam ich wieder zu mir.&nbsp;<br>Nun kam der spannenste Augenblick, der alles h\u00e4tte noch in Frage stellen k\u00f6nnen: War der GPS-Empf\u00e4nger richtig programiert? In Deutschland konnten wir das ja nicht pr\u00fcfen! Also einschalten und hoffen.&nbsp;<br><strong>Bingo!!!!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Abenteuer konnte beginnen&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.Tag,\u00a0von Rouffach nach Vogelgr\u00fcn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beginn unseres Ritttages gleich ein sch\u00f6nes Erlebnis: Marie Claires erste deutsche Worte, &#8218;Auf Wiedersehen und einen guten Ritt&#8216;, nat\u00fcrlich mit diesem herrlich franz\u00f6sischem Klang&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ging in die Rheinebene. Der GPS tat seine Arbeit hervorragend (wie immer). Eckos und Nikolas gingen, als seien sie in Frankreich zu Hause. Da in der Rheinebene intensive Landwirtschaft betrieben wird, sah es ein bisschen wie daheim aus. Was uns allerdings von Anfang an faszinierte, waren die kleinen Ortschaften, der Stil der H\u00e4user, die Gesch\u00e4fte, die Stra\u00dfen, alles, aber wirklich alles anders&#8230;.\u00a0<br>Wir durchquerten D\u00f6rfer wie &#8218;Dessenheim&#8216; oder &#8218;Oberaasheim&#8216;, ritten an Bew\u00e4sserungskan\u00e4len entlang, \u00fcberquerten zahlreiche Fl\u00fcsse und B\u00e4che&#8230;<br>&#8230;und kamen langsam an den Rhein.\u00a0<br>Das Wetter war gut, nicht zu warm und etwas windig. Um Vogelgr\u00fcn zu erreichen, es liegt auf einer Rheininsel, mussten wir \u00fcber die Grenzbr\u00fccke zur Mitte des Stroms. Hier zeigte sich wieder einmal, dass ein Wanderreitpferd ganz andere Qualit\u00e4ten besitzen muss als allgemein von vielen &#8218;Fachleuten&#8216; behauptet wird: Da wir mit Packtaschen und allem Gep\u00e4ck doch etwas an Breite besa\u00dfen, donnerte der Verkehr auf der schmalen Br\u00fccke (vor allem Lkws) wirklich nur wenige Zentimeter an unseren Pferden vorbei. Routiniert wie immer, brachte das aber Eckos und Nikolas nicht aus der Ruhe!\u00a0<br>Angekommen an dem, dem Hotel angegliederten, Stall wurden die Pferde in sauberen Boxen untergebracht. Das Heu war von sehr guter Qualit\u00e4t und das Kraftfutter mundete den Pferden ebenfalls. Das Hotelzimmer war mit s\u00e4mtlichem Komfort ausgestattet. Eigentlich schon zuviel! Erstmal ging\u2019s unter die Dusche: Oooooohhhhhh!!<br>Da wir im Hotel waren, ging\u2019s anschlie\u00dfend ins Hotelrestaurant. Alles o.k., aber nunmal Hotelatmosph\u00e4re! Auch im Reitstall wurden wir h\u00f6flich und gut behandelt, aber eben englisch..<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"549\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/xl008.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-229\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/xl008.jpg 800w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/xl008-300x206.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/xl008-768x527.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>2.Tag, von Vogelgr\u00fcn nach Gu\u00e9mar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Morgen kam. Ausreichend fr\u00fchst\u00fccken und dann zu den Pferden&#8230;\u00a0<br>&#8230;sie taten mir dann doch etwas leid, da sie die Boxen Model \u201eStadelheim\u201c genauso gern m\u00f6gen wie ich&#8230;\u00a0<br>Also putzen, Sattel rauf (ganz sch\u00f6nes Gewicht mit all dem Zeug!) und ab die Post. An der Rheinbr\u00fccke dann noch ein &#8218;Beweis-Foto&#8216; geschossen und weiter!\u00a0<br>Das Gel\u00e4nde \u00e4hnlich wie am Vortag: Absolut flach, viele Bew\u00e4sserungsgr\u00e4ben (schon gewusst: Das Elsass ist die regen\u00e4rmste Gegend Frankreichs!) Aber zum ersten Mal Wald und Waldwege. Diese h\u00e4tten uns auch einmal dazu verf\u00fchrt, &#8218;etwas Gas zu geben&#8216;, da sie von Anfang bis Ende schnurgerade waren. Aber das viele Gep\u00e4ck am Sattel verhinderte die Absicht, noch w\u00e4hrend des Gedankens daran!\u00a0<br>Gegen 17:00 Uhr erreichten wir unser Quartier, eine alte Poststation. Es war ein riesiger Vierseithof, in dem 3 Familien wohnten! In einer ehemaligen Tabakscheune befand sich ein Zimmer, Dusche und WC. Alles sehr rustikal, aber total gem\u00fctlich.\u00a0<br>Gegen halb acht, nachdem die Pferde versorgt und wir kultiviert waren, f\u00fchrte uns Jacky, unser Gastgeber und passionierter Kutschenfahrer, in die extra f\u00fcr Wanderreiter hergerichtete kleine Essk\u00fcche. (Alles vorhanden f\u00fcr lange N\u00e4chte!!)\u00a0<br>Genau das, was wir bei der Planung des Rittes erleben wollten: Frankreich, das Land, die Leute!<br>Nun gab es das erstmal ein richtiges franz\u00f6sisches Men\u00fc: Aperitif, Hauptgang, K\u00e4se, Kaffee und Apfelkuchen. Dazu guten els\u00e4sser Wei\u00dfwein. Danach war nicht mehr gehen angesagt, sondern rollen. Auf dem Zimmer angekommen sind wir nur noch ins Bett gefallen und eingeschlafen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"792\" height=\"430\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-231\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-1.jpg 792w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-1-300x163.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-1-768x417.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"669\" height=\"489\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l002-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-232\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l002-2.jpg 669w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l002-2-300x219.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 669px) 100vw, 669px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>3.Tag,\u00a0im Weinanbaugebiet um Gu\u00e9mar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sonntag begann, wie der Samstag geendet hatte: Wir waren in Frankreich (= gut Essen und gut Trinken)! Genauso sah unser Fr\u00fchst\u00fcck aus&#8230;\u00a0<br>Fast schon machte es uns M\u00fche so angegrast (f\u00fcr Prei\u00dfn: vollgefressen!) die Pferde zu satteln und zu reiten.\u00a0<br>Auf Empfehlung unseres Herbergsvaters \u00e4nderten wir kurzerhand die f\u00fcr diesen Tag geplante Route ab: Anstatt geschichtstr\u00e4chtige Orte aufzusuchen, f\u00fchrte uns der Ritt durch die Weinberge und malerischen Ortschaften wie z.B.: Riqwihr oder Kientzheim. In diesen Orten herrschte reges Treiben. Touristen aus allen m\u00f6glichen L\u00e4ndern waren zugegen. Beeindruckend auch die Kulisse der Weinfelder vor dem ansteigenden Gel\u00e4nde der Vogesen.\u00a0<br>Uns wurde nun schlagartig klar: Morgen ist es soweit! &#8218;Die Berge kommen.&#8216;<br>Nach Beendigung des Rittes wurden wir dann noch von Familie Hattermann, mit der wir uns mehr als gut verstanden, zur Erstkommunion ihres Sohnes eingeladen. Das uns eine solche Ehre zuteil werden w\u00fcrde, h\u00e4tten wir nie gedacht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"413\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/hoehenprofilindenweinbergent3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-233\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/hoehenprofilindenweinbergent3.jpg 800w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/hoehenprofilindenweinbergent3-300x155.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/hoehenprofilindenweinbergent3-768x396.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"655\" height=\"437\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l000-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-234\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l000-3.jpg 655w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l000-3-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 655px) 100vw, 655px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>4.Tag,\u00a0von Gu\u00e9mar nach Aubure<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Abschied von Familie Hattermann f\u00e4llt uns entsetzlich schwer. Den Tr\u00e4nen nahe, werden die letzten Fotos gemacht. Michelle geht nocheinmal ins Haus und bringt eine kleine Brotzeit f\u00fcr unterwegs mit. &#8218;Danke&#8216;, Familie Hattermann wir kommen wieder!&nbsp;<br>Dann kommt der Augenblick auf den wir gewartet hatten: Es geht ab in die Berge. Vor uns liegen 800 \u2013 1000 H\u00f6henmeter die es zu \u00fcberwinden gilt. Zum Abschied warnte uns Michelle noch, dass es ab 800 H\u00f6henmeter sp\u00fcrbar k\u00e4lter werden w\u00fcrde. Zuerst ritten wir noch durch leicht ansteigende Weinberge. Dann begann der Weg schm\u00e4ler zu werden, stetig ging es bergauf&#8230;&nbsp;<br>Es machte Spa\u00df den GPS Empf\u00e4nger zu beobachten: 300&#8230;400&#8230;500&#8230;600&#8230;. Wie lange stiegen wir noch hoch? F\u00fcr uns eine vollkommen neue Erfahrung!&nbsp;<br>Tats\u00e4chlich (Anfang Mai) wurde es k\u00e4lter! An alles hatten wir gedacht! Aber Handschuhe?!?<br>Wir sahen das erste mal die Rheinebene von oben&#8230;&nbsp;<br>&#8230;ein grandioser Anblick! (der Hausmeister: &#8218;La Montanara&#8216; f\u00fcr&#8217;s Objektiv)<\/p>\n\n\n\n<p>Stunde f\u00fcr Stunde steigen wir weiter nach oben. Nun zeigt das GPS schon \u00fcber 800 Meter. Eine Bergwiese l\u00e4dt zum Verweilen ein. Nun erinnern wir uns an Micheles Brotzeit. Die Pferde grasen. Alles easy, kein Stress, keine Hektik! Das alles haben wir an der deutschen Grenze abgegeben.&nbsp;<br>Es ist faszinierend, keinen Menschen weit und breit zu sehen. Hier oben ist es so einsam und romantisch&#8230;. wie wir es uns vorher ertr\u00e4umt hatten!&nbsp;<br>Da ich nicht so viel reite, wie Christine, hatte ich die ersten beiden Tage leichte Probleme. Alles vergessen! Bis zum Ende der Welt reiten&#8230; nun w\u00e4re es kein Problem&#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht weiter. Wir reiten oft auf Bergk\u00e4mmen, wobei wir uns jetzt auf einem Niveau um die 800 H\u00f6henmeter. Wieder f\u00fchrt uns die Strecke bergauf: Die 1000 er Marke wird geknackt! Ein irres Gef\u00fchl, nur Eckos, Nikolas, Christine und ich!&nbsp;<br>Die Wetterwechsel hier oben in den Vogesen sind gewaltig. Kaum waren wir noch &#8218;hart am Wind&#8216;, ist hinter dem n\u00e4chsten Kamm strahlender Sonnenschein. War es eben noch zu kalt, braten wir kurz darauf in der Sonne! Es scheint doch mehr zu geben als Geld, Arbeit, Probleme&#8230; all diesen Sch&#8230;. WIR LEBEN!!<\/p>\n\n\n\n<p>So erreichen wir langsam aber sicher Aubure. Das h\u00f6chstgelegenste Dorf der Vogesen. Eine nette kleine Ortschaft auf 800 H\u00f6henmeter. Das Quartier bei Jean Luis ist schnell gefunden. Er begr\u00fc\u00dft uns nett, spricht aber nicht viel deutsch. Wir versorgen die Pferde. Sie bekommen wie bei uns zu Hause eine Koppel. Nachdem die Pferde versorgt sind, kommen wir dran. Zuerst duschen: Das tut gut! Dann Betten zurecht machen. Da Jean Luis nicht kocht, fragen wir nach einem Restaurant. Jean Luis verr\u00e4t uns sein Stammlokal. Also, auf Schusters Rappen ab durchs Dorf. Herrlich! Ich liebe Frankreich. Es scheint das Restaurant hat Ruhetag. Nein, da sind doch zwei. Wir fragen, es ist der Koch und der Kellner. Wieder haben wir Gl\u00fcck. Speziell f\u00fcr uns (auf Anfrage) wird eine handschriftliche Men\u00fcfolge erstellt. Was soll man sagen, au\u00dfer &#8218;Essen wie Gott in Frankreich&#8216;. Ab heute bin ich mir 1000 %ig (gibt\u2019s das \u00fcberhaupt?) sicher:\u00a0<strong>Frankreich sieht mich wieder!!!!!<\/strong><br>Nach dem opulenten Men\u00fc wackeln wir wieder in unsere Unterkunft. Ein herrlicher Tag geht leider zu Ende.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"397\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-236\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-3.jpg 600w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-3-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"703\" height=\"465\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l005-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-237\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l005-2.jpg 703w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l005-2-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 703px) 100vw, 703px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>5.Tag,\u00a0von Aubure noch Orbey<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wachen von selbst auf! Kein Wecker! Der Ruf nach den n\u00e4chsten Abenteuern hallt uns in den Ohren&#8230; &#8230;dr\u00f6hnt in unseren K\u00f6pfen&#8230;<br>Wir sehen nach unseren Pferden. Nikolas hat es vorgezogen au\u00dferhalb der Koppelumz\u00e4unung zu n\u00e4chtigen. Eckos steht in der Koppel. Wir lachen. Nikolas ist eben schon immer exaltiert. Wir f\u00fcttern. Dann kommt schon Jean Luis und holt uns zum Fr\u00fchst\u00fcck. Wieder sitzen wir mit der ganzen Familie am Tisch, wieder schlie\u00dfen wir Freundschaft. Jean Luis zeigt uns sein ganzes Haus, das er selbst restauriert hat. Einfach toll! Dann m\u00fcssen wir leider aufbrechen. Also Pferde satteln. Wieder ein Abschied der schwerf\u00e4llt. (Europa wie wir uns das vorstellen: Gemeinschaft der Menschen)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Also los geht\u2019s! Wir verlassen Aubure und kommen sofort auf den Freland \u2013 Pass. Nun geht es \u00fcber Stock und Stein. Wieder nichts als Natur. Die Berge erschlagen uns fast. Dann das erste kleine Hindernis. Ein Baum liegt quer \u00fcber dem Weg. Zu Hause kein Problem. Aber hier? Linker Hand geht\u2019s nach unten. Keine Chance. Rechts von uns geht\u2019s nach oben zwischen kleine Nadelb\u00e4ume. Kurz \u00fcberlegt \u2013 wir entscheiden uns nach rechts. Unglaublich die Pferde folgen uns als sei es kein Problem. Geschafft! Was soll uns jetzt noch passieren? Das Wetter wird unbest\u00e4ndiger. Ich entscheide mich meinen Regenoverall anzuziehen&#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann (&#8230;) Schock: Wieder liegen B\u00e4ume (!?) \u00fcber dem Weg. Noch schwieriger wie zuvor. Aber auch diesmal: Auf Eckos und Nikolas ist 100 %ig Verlass!! Sie steigen \u00fcber die B\u00e4ume wie Bergziegen. Langsam steigt in uns der Verdacht, dass dies keine der &#8217;normalen Touren&#8216; ist. Nun n\u00e4hern wir uns dem Bonhammepa\u00df. Hier auf 500 Meter entschlie\u00dfe ich mich meinen Overall auszuziehen. Wir sind gerade auf einem gro\u00dfer Parkplatz f\u00fcr Busse. Und wie es kommen muss, f\u00e4hrt, als ich gerade dabei bin meinen Overall auszuziehen, ein Bus mit englischen Touristen auf diesen Parkplatz. Sofort werden wir zur (Foto)-Begierde der Businsassen. Komik am Rande: englische Touris fotografieren deutsche Touris und das ganze nat\u00fcrlich in Frankreich! Unsere Stimmung ist gut. Christine sagt, es seien nur noch 3 km bis zum n\u00e4chsten Quartier. Ich kann es kaum glauben und freue mich \u00fcber diese Nachricht. Weiter geht\u2019s! Wir folgen wieder herrlichen Waldwegen. Doch scheinbar haben wir heute kein Gl\u00fcck. Schon wieder umgefallene B\u00e4ume! Aber unsere Pferde kennen das Spiel jetzt schon sehr gut. Also, kein Problem. Wir erreichen in der N\u00e4he des wei\u00dfen Sees den Kreuzgangpass. Hier gilt es einen Aufstieg zu meistern, der scheinbar f\u00fcr Pferde nicht mehr geeignet ist. Die Bergstation des Skilifts erreichen wir auf 1204 H\u00f6henmeter! Wir befinden uns nun am Rande des Naturschutzgebietes Tanet. Ein Hochmoor!!!! Christine, die navigiert wird pl\u00f6tzlich immer leiser. Ein schlechtes Zeichen!&nbsp;<br>Da ich langsam aber sicher unruhig werde, offenbart mir Christine, dass sie in der Hektik der Abreise eine Route des GPS vergessen hat zu programmieren: Genau diese!&nbsp;<br>Nun ist mir in meiner Haut nicht so ganz wohl! Es ist kurz nach 17.00 Uhr. Wir stehen an einem nicht ganz einfachen Gel\u00e4ndest\u00fcck auf mittlerweile 1300 H\u00f6henmeter. Gute Nacht! Das einzige Hilfsmittel das wir noch haben sind die Referenzkarten die Christine f\u00fcr alle F\u00e4lle (Gott sei\u2019s gedankt) immer ausdrucken l\u00e4sst.&nbsp;<br>Also, jetzt ruhig bleiben! (Leicht gesagt!) Christine behauptet, der wei\u00dfe See sei rechts von uns. Genau das Gegenteil meine ich. Die Zeit dr\u00e4ngt. Ich habe recht, nachdem wir 5 Minuten nach links gegangen sind, taucht der See unter uns auf. Nun wird mein Kopf wieder klarer! &#8222;Es gab doch da einmal eine &#8218;goto&#8216;-Funktion an diesem GPS&#8220;, geht es mir durch den Kopf, &#8222;damit kann man einen Gel\u00e4ndepunkt anpeilen!&#8220; Zus\u00e4tzlich erinnere ich mich, dass logischerweise der erste Punkt der n\u00e4chsten Route, zugleich der letzte dieser Route, also unser Ziel sein muss&#8230;&nbsp;<br>Nun wird gepeilt und gerechnet:<br>3 km Luftlinie entspricht etwa 6 km tats\u00e4chlich.&nbsp;<br>Durchschnittsgeschwindigkeit laut GPS ca. 3 km\/h ergibt also 2 h<br>Das hei\u00dft Eintreffzeitpunkt ca. 19.00 Uhr UFF!!<br>Nun werde ich ruhiger!<br>Die Wege auf diesem Hochmoor sind gigantisch. Teils m\u00fcssen die Pferde auf Holzplanken gehen \u2013 und sie tun es! ? ! (Anm.d. Hausmeisters: Das sind Kn\u00fcppeld\u00e4mme, im Moor schwimmende Wege aus Holz&#8230; sollte man tunlichst nicht verlassen)<\/p>\n\n\n\n<p>Da wir nun auch vermehrt mit unseren Karten arbeiten, sehen wir den Abstieg zum schwarzen See. Wir ahnen noch nicht was auf uns zukommt&#8230;&nbsp;<br>Der Abstieg (ein eingetragener Wanderweg) erweist sich als der blanke Horror:<br>Schmal, steil, steinig \u2013 eigentlich unf\u00fchrbar (von reiten m\u00f6chten wir in diesem Zusammenhang gar nicht mehr sprechen). Gerade ausrangierte Traber, die bei uns als stolpertr\u00e4chtig gelten, die nach &#8218;Expertenmeinung&#8216; keine guten Reitpferde sind, ja gerade die, sie waren unsere Garantie aus dem Schlamassel gesund rauszukommen.&nbsp;<strong>Nochmals &#8222;Danke!&#8220;, Nikolas und Eckos!<\/strong><br>Schlussendlich meisterten wir diese heikle Passage. Der Rest bis Orbey war dann, verglichen mit dem an diesem Tag Erlebtem, ein Spazierritt!!<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir dann gegen 19.00 Uhr kurz vor unserem Quartier waren, machte sich die Stationsbetreiberin, Christine, gerade auf den Weg um uns zu suchen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir am Hof von Christin und Mario<strong>\u00a0Bottos\u00a0<\/strong>angekommen waren, wurden wir zuerst einmal, wie in Frankreich so \u00fcblich, aufs herzlichste begr\u00fc\u00dft.<br>Sodann &#8218;the same procedure as everyday&#8230;.&#8216; Pferde versorgen, Gep\u00e4ck aufr\u00e4umen, duschen, essen\u2026<br>Als wir beim Aperitif sa\u00dfen, eine franz\u00f6sische Angewohnheit, die nur zu begr\u00fc\u00dfen ist, fragte ich Christin, ob sie uns etwa schon gesucht habe. Sie antwortete darauf mit ja und erz\u00e4hlte, wenn angemeldete G\u00e4ste die vom Tanet kommen, nicht sp\u00e4testens bis 18.30 Uhr angekommen sind, wird sie immer unruhig. Denn einmal war es schon passiert, dass ein Reiter sein Pferd am Tanet im Sumpf versenkt hatte. Ein anderes Mal war ein Pferd beim Abstieg zum schwarzen See den Hang heruntergerollt&#8230; In diesem Augenblick schmeckte der Aperitif dann doch nicht mehr so gut! Wir sa\u00dfen dann noch sehr lange und verstanden uns mit den beiden sehr gut&#8230;\u00a0<br>Mario fragte uns, ob wir denn eine bayerische Stadt namens Straubing kennen w\u00fcrden. Wir waren sehr erstaunt. Mario hatte vor ca. 20 Jahren dort beim Aufbau einer Ziegelei gearbeitet. \u00dcbrigens ist Mario einer der M\u00e4nner, die der &#8218;Brigarde vert&#8216;, einer Art Naturschutzpolizei, die es in dieser Form nur in Frankreich gibt, angeh\u00f6ren. Er und diese Brigard wurden auch schon in der Pferdezeitung &#8218;Cavallo&#8216; vorgestellt.\u00a0<br>Kurz und gut, an diesem Abend wurde es sehr, sehr sp\u00e4t&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"465\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-2-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-238\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-2-1.jpg 700w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-2-1-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>6.Tag,\u00a0Ritt um die Seen&#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der 6. Tag begann mit durchwachsenem Wetter:\u00a0<br>Von unserem Fenster aus konnten wir beobachten, wie dunkle Wolkenmassen aus den Bergen oftmals direkt auf uns zukamen, alles verdunkelten und dann doch weiterzogen. Es roch sozusagen nach SCHNEE!!<br>Also, erst mal Fr\u00fchst\u00fcck. Immer wieder das Wetter beobachten&#8230;\u00a0<br>Wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: \u201cDie Hoffnung stirbt zu letzt!\u201c &#8230;und sie starb!\u00a0<br>Meinen Overall angezogen (vielen Dank an Bernd Michael Schr\u00f6der), Pferde zurechtgemacht, Handschuhe von Christine ausgeliehen, T\u00fcr aufgemacht&#8230; Schneetreiben&#8230;. \u00bd Std. gewartet&#8230;. Ruhetag&#8230;.\u00a0<br>&#8230;war auch nicht schlecht! So hatten wir Zeit Christin und Mario anst\u00e4ndig auf den Wecker zu gehen. Den Pferden jedenfalls gefiel der Ruhetag sehr gut. Ich denke auch hier haben wir wieder (Reit-) Freunde f\u00fcrs Leben gefunden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"435\" height=\"600\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/infomaterial.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-240\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/infomaterial.jpg 435w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/infomaterial-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Anmerkung:<br>Ja, wir haben Freunde f\u00fcrs Leben gefunden! Mittlerweile sind wir schon einige Male zu Besuch bei Mario und Christin gewesen. Mit jedem Besuch f\u00fchlen wir uns noch wohler, wir lernen immer viele nette Menschen kennen. Ja, das sollte auch der Sinn dieser \u00dcbung gewesen sein.<br>Dietmar (Juni 2006)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.Tag,\u00a0von Orbey Hautes Hutes nach Metzeral<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese verdammten Abschiede: Wieder fiel es mir total schwer Adieu zu sagen. Kein Wunder. Ich w\u00fcnsche Christin und Mario viel viel Gl\u00fcck f\u00fcr ihr Vorhaben, ihr Pferdeparadies weiter auszubauen. Also, Leute mailt die beiden &#8218;zu Tode&#8216; (der Hausmeister: Links folgen, so ich sie habe!). Besucht sie! Nehmt ihre Angebote an. Sie verdienen es!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun bei Sonnenschein (Tags zuvor war Schnee) verlassen wir Orbey. Schon bald sind wir Teil der Natur, der Vogesen. Bei wirklich sch\u00f6nem Sonnenschein geht\u2019s, wie sollte es auch anders sein, \u00fcber teils felsige Wege in Richtung gr\u00fcner See (Lac vert)<\/p>\n\n\n\n<p>Am gr\u00fcnen See die erste \u00dcberraschung: Es gibt Menschen in den Vogesen! Einige Schulklassen mit ihren Lehrern haben anscheinend Wandertag. Alle strahlen uns an, selbst die Lehrkr\u00e4fte.&nbsp;<br>Und wieder: sobald sie merken, dass wir Deutsche sind, sprechen sie in unserer Sprache. Von wegen franz\u00f6sischem Nationalstolz&#8230; (der Hausmeister: ein Els\u00e4sser ist ein Els\u00e4sser, der f\u00fchlt sich weder als Franzose noch als Deutscher, sondern eben als Els\u00e4sser. Vergleichbar mit den S\u00fcdtirolern)<br>Wir reiten den gr\u00fcnen See an und machen Fotos. Er ist befestigt und scheint ein kleiner Stausee zu sein. Sodann reiten wir wieder auf unsere Strecke nach Metzeral.&nbsp;<br>Mario hatte schon etwas erw\u00e4hnt, dass wir an Wasserf\u00e4llen vorbeikommen w\u00fcrden. Tats\u00e4chlich halten wir den ersten kleinen Wasserlauf der den Berg herabkommt f\u00fcr diesen Wasserfall. Wir machen Bilder und wundern uns noch \u00fcber den Ausdruck &#8218;Wasserfall&#8216;. Weiter geht die Reise&#8230; da&#8230; die Wasserf\u00e4lle. Na schon etwas ganz anderes!<\/p>\n\n\n\n<p>Merke: Nicht jedes Wasser, das in der Natur vertikal von oben nach unten st\u00fcrzt, ist ein Wasserfall. Wir haben streckenm\u00e4\u00dfig die Option die Wasserf\u00e4lle weiter h\u00f6her am Berg auf zwei Br\u00fccken zu queren. Aber nach den Erlebnissen der Vortage verzichten wir dankend. Es wird wieder interessant die GPS Ger\u00e4te zu beobachten, da die Wege wieder massiv berauf gehen! Nun sind wir an der Talstation eines Skilifts.&nbsp;<br>Nein, es ist nicht zu glauben: Ab auf die Piste (und das ohne Ski, sondern mit dem Pferd.) Der Weg f\u00fchrt uns tats\u00e4chlich auf der schneefreien sommerlichen Piste bergauf. Wir sammeln eine neue Erfahrung: Mit dem Pferd im Skigebiet. Wieder schrauben wir uns auf 1100 m. Am Lifth\u00e4uschen der Mittelstation machen wir Fotos und eine kleine Pause&#8230; Zeit zum Nachdenken&#8230; Eckos, der brave K\u00e4mpe grast neben mir&#8230;&nbsp;<br>Er, der noch kaum vor einem Jahr dem Tode geweiht war. Seine Heuallergie war so schlimm, dass er (und ich kenne ihn wirklich sehr gut) wirklich nicht mehr viel Lebensfreude hatte, abgesehen von den nur noch 70 % Lungenvolumen! Bisher hatte ich an so Hokuspokus wie die Hom\u00f6opathie nicht geglaubt, aber ich habe es selber erleben d\u00fcrfen, da\u00df es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die man mit Wissenschaft einfach nicht erkl\u00e4ren kann! (Danke &#8218;Kr\u00e4uterhexe&#8216; Bianca.)&nbsp;<br>Also Alter, nicht sentimental werden. Es geht weiter. \u00dcber herrliche Wege \u2013 manchmal auch nicht ganz so herrliche. Am Gaschnikopf (wieder ein Skigebiet) geht\u2019s auf abenteuerlichen Wegen zur Bergstation des Skilifts. Gleich hatte ich Christine wieder in Verdacht, hier irgendetwas &#8218;gedreht&#8216; zu haben. Aber alles o.k. Wir sind auf dem richtigen Weg. In Frankreich versteht man Wanderreiten etwas anders als bei uns! Das haben wir auch noch dazugelernt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Laut GPS haben wir nicht mehr weit nach Metzeral, zu unserem n\u00e4chsten Quartier bei Richard. Nochmals romantische Pfade, die (mittlerweile) Abendsonne w\u00e4rmt uns. Durch einen letzten Waldweg bergab und wir sind bei Richard.\u00a0<br>&#8212; Oh Schreck!!&#8212;\u00a0<br>Ein paar genervte deutsche Touris stehen rum und warten. Ein Mann mit asiatischen Gesichtsz\u00fcgen rennt auf dem Anwesen herum. Niemand da!! Da niemand kommt und wir (geschafft wie wir sind) auch nicht daran denken den Asiaten zu fragen, (sp\u00e4ter stellte sich heraus, der Teufelsbraten konnte englsch), machten wir das beste daraus. Wir lassen die Pferde auf eine kleine Hangkoppel. Nach \u00fcber einer Stunde f\u00e4hrt ein Nissan Gel\u00e4ndewagen auf das Anwesen. Ein grauhaariger Mann mit Zopf steigt aus. Es ist Richard. Hier in Frankreich scheint ziemlich alles anders zu sein. Richard hatte uns einfach &#8218;<strong>vergessen<\/strong>&#8218;!\u00a0<br>Daf\u00fcr eine Entsch\u00e4digung: Eine Ferien-Wohnung vom Feinsten. Abends dann wieder die obligatorische Einladung mit unseren Gastgebern Abend zu essen. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann mit den asiatischen Gesichtsz\u00fcgen aus Nepal kam, Koch ist, Sprachferien bei Richard verbringt und uns das Abendessen zubereitet.\u00a0<br>Es wurde wiedereinmal (!?!?) ein langer Abend mit gutem Essen, guten Gespr\u00e4chen und der Einsicht, dass Europa nicht nur den Euro, sondern auch die Europ\u00e4er braucht.\u00a0<br>\u00dcbrigens: Wer Richard kennt, wei\u00df dass man ihm alles verzeiht, auch dass er uns einfach &#8218;vergessen&#8216; hat! Nach einem ausgiebigen Mahl, wackelten wir wiedereinmal Richtung Koje!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"685\" height=\"465\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l003-2-6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-241\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l003-2-6.jpg 685w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l003-2-6-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 685px) 100vw, 685px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>8.Tag,\u00a0von Metzeral nach Rouffach&#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Morgen begr\u00fc\u00dft uns mit herrlichem Sonnenschein. Da wir in diesem sch\u00f6nen Ambiente hervorragend geschlafen haben, stehen wir voller Tatendrang auf. Heute verlassen wir wieder die Berge. Gott sei\u2019s gedankt, realisieren wir diese Tatsache noch nicht.&nbsp;<br>Wieder fr\u00fchst\u00fccken wir mit unseren Gastgebern. Auch diesmal haben wir wieder ein St\u00fcck Frankreich in unser Herz geschlossen! Richard und sein nepalesischer Sprachgast beschlie\u00dfen uns noch ein paar Kilometer zu begleiten. Also zur\u00fcck auf\u2019s Zimmer, gepackt und zu den Pferden. Pferde putzen, satteln, aufr\u00f6deln! &#8218;The same procedure as everyday!&#8216;&nbsp;<br>Auch Richard und sein Begleiter satteln ihre Mulis. Richard reitet &#8218;Ergun&#8216; ein Monstermuli mit ca 1,76 Stock!! Der Nepalese sattelt &#8218;Albertine&#8216; ein Minimuli mit ca. 1,10 Stock!! Don Quichotte und Sancho Pansa und bei all dem live dabei! Eigentlich geht das nicht in meinen Kopf:&nbsp;<br>&#8222;Tr\u00e4ume ich das alles, oder gibt\u2019s das wirklich? Sind Richard, Jaqui, Michelle, Jean Luis, Mario, Christine und die vielen anderen real?&#8220;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Richards Stimme rei\u00dft mich aus meinen Tr\u00e4umen. Also los geht\u2019s. Wir verlassen Pfeifferberg. Der Weg f\u00fchrt uns zuerst durch Metzeral. Eine kleine franz\u00f6sische Stadt. Richard, der am Abend zuvor schon sehr grosses Interesse f\u00fcr unsere GPS-Ger\u00e4te zeigte, testet Christine: An jeder Kreuzung l\u00e4sst er zuerst Christine die Richtung sagen, bevor er dann zustimmend nickt! (Gott sei\u2019s gedankt, funktioniert unser Garmin 12 XL perfekt wie immer)\u00a0<br>So steigen wir im 4 er Pulk wieder sch\u00f6ne Wege bergan. Wir reiten auf einem Gebirgszug parallel zu einem Tal. In Tal sehen wir die Ortschaft Munster, bekannt durch den nach ihr benannten K\u00e4se.\u00a0<br>Auf den Berggipfeln gegen\u00fcber sehen wir Schneefelder. Richard der in den 70ern Gras-Skiweltmeister war, erz\u00e4hlt, dass er und seine Frau dort fr\u00fcher in den Schneefeldern im August (!?!) trainiert h\u00e4tten. Langsam n\u00e4hern wir uns dem Punkt an dem uns Richard und sein Freund verlassen werden. Nach einem herzlichen Abschied fragt uns Richard dann, ob es diese GPS-Ger\u00e4te in Frankreich auch g\u00e4be und was sie kosten w\u00fcrden!!! \u00dcberzeugt \u2013 wir lachen.\u00a0<br>Von nun an geht es wieder alleine weiter. Richard hatte uns noch darauf aufmerksam gemacht, dass hier in den Bergen Viehwirtschaft betrieben wird und somit eventuell eingez\u00e4unte Weiden zu durchqueren sind. Pl\u00f6tzlich war es dann soweit. Wir standen vor einem Drehkreuz, wie wir es von U-Bahn Stationen her kennen. Was tun sprach Zeus! Also stieg ich ab, und kam ganz schnell dahinter, dass man das ganze Ding ausheben konnte, dann mit den Pferden durch und wieder hineingehoben! Darauf mu\u00df man kommen!\u00a0<em>(Anm. von Petra: Man merkt du musstest noch nie mit dem Kinderwagen in den Netto oder die Norma [Hohohoho, rofl, das sa\u00df&#8230; \/ der Hausmeister])\u00a0<\/em><br>Also weiter im Plan&#8230; pl\u00f6tzlich jedoch sahen wir eine Herde K\u00fche auf uns zukommen! Was sollte uns noch alles passieren? Unsere Pferde sind an alles, aber nicht an K\u00fche gewohnt \u2013 und die K\u00fche sahen zum ersten Mal in ihrem Leben Pferde! Schlussendlich akzeptierten Nikolas und Eckos die Tatsache, mit den K\u00fchen auf einer Weide zu sein. So durchritten wir die Weide. (Nat\u00fcrlich auf einem Weg!!) Wie zur Belohnung schlo\u00df sich an die Weide das Gasthaus Rotenbrunnen an. Hier packten wir die Gelegenheit beim Schopf: Pferde angebunden, Essen und Wein gekauft und im Sonnenschein der Berge alle Viere gerade sein lassen&#8230;\u00a0<br>In Rotenbrunnen lernten wir noch einen sehr netten Franzosen aus dem Departement Lothringen kennen, der uns dann fotografierte. Auch er bem\u00fchte sich deutsch zu sprechen. Danach folgte wieder der Aufbruch. Der letzte Punkt in den Bergen war dann Strohberg. Ab hier ging\u2019s nur noch bergab. Man stelle sich vor, stundenlang bergab. Am Ende hatten wir wieder 1000 H\u00f6henmeter hinter uns gebracht. Das Rheintal erreichten wir dann in Orschwir. Eine nette kleine Weinstadt. Nun ging\u2019s wieder in der Ebene nach Rouffach, unserer Ausgangsstation. Eigentlich war es bedr\u00fcckend wieder in der Hektik der \u201eZivilisation\u201c gelandet zu sein.\u00a0<br>Doch der Empfang bei Bernard und Marie-Claire war mehr als eine Entsch\u00e4digung: Des Abends wurde dann mit vielen, vielen Freunden gegrillt. Es wurde wieder ein langer Abend&#8230;&#8230; Im Laufe des Abends wurden wir dann noch zur Einweihung einer benachbarten Hengst-Station f\u00fcr unserem Abreisetag eingeladen.\u00a0<br>F\u00fcr uns eine gro\u00dfe Ehre.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"704\" height=\"465\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-244\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-4.jpg 704w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l004-4-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"674\" height=\"465\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l007-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-245\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l007-5.jpg 674w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l007-5-300x207.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>9.Tag,\u00a0Weinprobe in Soultzmatt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Samstag beschlossen wir kurzfristig eine Einkaufstour in Frankreich zu machen. Wein, K\u00e4se, Salami und andere Spezialit\u00e4ten standen auf unserem Plan. Da wir am Abend zuvor beim Grillfest ein nettes Ehepaar \u00e0 Cecille und Francis, kennengelernt hatten, und Cecille einen Geheimtip wusste, fuhren wir zur Weinprobe nach Soultzmatt.\u00a0<br>In der Kellerei \u201eA.\u2013R Klein et Fils\u201c kosteten wir verschiedene els\u00e4ssische Weinspezialit\u00e4ten. Wir lernten sehr viel \u00fcber Wein. F\u00fcr Leute die diese Gegend besuchen, ein absolutes Mu\u00df!!<br>Oder wusstet ihr, dass der Pinot Noir eigentlich ein Wei\u00dfwein ist, der durch die Art der Verarbeitung eine rose Farbe bekommt?\u00a0<br>Anschlie\u00dfend ging\u2019s noch in ein Einkaufszentrum bei Colmar. Gigantisch! Selbst Weltenburger Helles gab es zu kaufen. Der Spruch: \u201eLeben wie Gott in Frankreich\u201c ist nicht weit hergeholt. Nach dem Einkaufs-Stre\u00df abends in Rouffach wieder das obligatorische Zusammensitzen und Feiern (gab es keinen Grund dazu, machte man sich einen Grund!) Die Tage vergingen viel zu schnell. \u00dcbrigens kamen Cecille und Francis abends mit einem gro\u00dfen Kuchen. Aber davon sp\u00e4ter an anderer Stelle. (->Distanzritt rund ums Mindeltal, ist aber noch nicht fertig, [treuguck zu Didi])\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"465\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-246\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-3.jpg 696w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/l001-3-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>10.Tag,\u00a0unser Abreisetag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollten wir morgens schon abreisen. Aber nach der netten Einladung, die Einweihung der benachbarten Hengststation mitzufeiern, warfen wir die Abfahrtspl\u00e4ne um und entschlossen uns erst am fr\u00fchen Nachmittag loszufahren. Wir bereuten es nicht.&nbsp;<br>Bei Bernard str\u00f6mten dann immer mehr Menschen und Pferde auf den Hof. Alsbald gruppierten wir uns, und auf ging\u2019s nach Rouffach!&nbsp;<br>Dort angekommen, unz\u00e4hlige Pferde, Reiter, Kutschen, viele Offizielle, vom B\u00fcrgermeister bis zum Landrat etc. Aber auch viele bekannte und liebgewordene Menschen: Richard, Mario und nat\u00fcrlich Cecille und Francis (leider ohne Pferde, daf\u00fcr aber mit Fotoausr\u00fcstung)&nbsp;<br>Dann ging\u2019s los: Von Feuerwehr und Polizei begleitet zum Rathaus. Zuerst der Umzug durch die sch\u00f6ne Innenstadt. Danach in Formation zur Hengststation. Dort angekommen, waren die Uhrzeiger schon viel zu weit gewandert. Leider konnten wir die Festlichkeiten nicht mehr besuchen. Deutschland und die R\u00f6telbergranch warteten auf uns. Auch unsere treuen Helfer, die in unserer Abwesenheit die B\u00fcrde der Pferdehaltung \u00fcbernahmen, werden h\u00f6chstwahrscheinlich froh gewesen sein unseren Transit wieder \u201eherumdieseln\u201c zu h\u00f6ren!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Dank gilt\u00a0<strong>Antonia, Brigitte, Ivonne, Margit, Michaela, Rudi, Susanne und allen anderen R\u00f6telbergern (Hi Falti und Sabine!),<\/strong>\u00a0die uns wieder einmal unterst\u00fctzt haben wo sie nur konnten.\u00a0<br>Der Abschied von Frankreich, seinen Menschen, seiner Lebensart fiel uns sehr, sehr schwer.\u00a0<em>(Anm.d.Hausmeisters: Ich kenn das, schon kurz hinter der franz\u00f6sischen Grenze scheint die Uhr anders zu gehen, wichtiges unwichtig, unwichtiges lebenswert!)\u00a0<br><\/em>Die Heimfahrt (wieder ohne Autobahn) war sehr gut. Wieder 7 Stunden (Danke Ford Transit)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"508\" src=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/umzug17-1024x508.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-247\" srcset=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/umzug17-1024x508.jpg 1024w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/umzug17-300x149.jpg 300w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/umzug17-768x381.jpg 768w, https:\/\/roetelbergranch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/umzug17.jpg 1204w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Fazit\u00a0&#8230;und Ausblick!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer wirklich Land und Leute mit (s)einem Pferd kennenlernen will, kommt um diese Tour nicht herum.<br>Mehr Entspannung, Spa\u00df, neue Eindr\u00fccke, das alles in grandioser Natur, gepaart mit gutem Essen, hervorragenden Weinen und netten Menschen kann ich mir kaum vorstellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grunde planen wir im Jahr 2004 eine&nbsp;<strong>entsch\u00e4rfte<\/strong>(!) Version dieses Rittes, f\u00fcr alle diejenigen die dieser Bericht angesprochen hat.&nbsp;<br>Wer es selbst probieren will, kann uns auch mailen. Wir werden versuchen kosteng\u00fcnstig f\u00fcr euch alles so aufzubereiten, dass es nicht in ein un\u00fcbersichtliches, gef\u00e4hrliches Abenteuer ausartet!<br>Last but not least f\u00fcr alle die bei meinem Bericht ins Tr\u00e4umen gekommen sind, schreibt mir eine Mail wie es euch gefallen hat. W\u00fcrde mich sehr dar\u00fcber freuen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dietmar (sockE)<\/p>\n\n\n\n<p>P.S.: Da ich ein absoluter Enthusiast bin, gehen mir zur Zeit die Schl\u00f6sser der Loire und vielleicht noch die Atlantikk\u00fcste von Biarritz nach La Rocchelle durch den Kopf! Na ja&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkung: Leider hat\u00b4s bis jetzt noch nicht geklappt! Organisatorische Probleme (wie bekommen wir mehr als 2 Pferde auf einmal ins Elsass!!) hindern uns bis dato die Tour f\u00fcr unsere Reiter anzubieten.<br>Wir arbeiten mit Hochdruck an diesem Problem in Form eines Spezialtransporters.<br>Dietmar (Juni 2006)<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(erlebt und beschrieben von\u00a0Dietmar Holzenbecher) Es gibt Tr\u00e4ume. Es gibt Tr\u00e4ume, die man sich nie erf\u00fcllen kann&#8230;&#8230;und es gibt Tr\u00e4ume, die man sich erf\u00fcllt!\u00a0 Aber Tr\u00e4ume, die man sich erf\u00fcllt und letztendlich alles bisher dagewesene \u00fcbertreffen, sind selten. Dieser Bericht handelt von einem dieser un\u00fcbertrefflichen Tr\u00e4ume.\u00a0 Wie alles begann&#8230;. (Circuit de Cigognes) Auf der Eurocheval &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/roetelbergranch.de\/?p=224\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVogesenrundritt 2003\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fernritte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=224"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/224\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":248,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/224\/revisions\/248"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/roetelbergranch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}